Städtebauförderung und kommunale Hochbaumaßnahmen: Über 2,4 Millionen Euro im 1. Halbjahr 2017 für den Landkreis Günzburg

23.08.2017
© pixabay.com
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Günzburg/München(js). Aus den Bund-Länder-Städtebauförderprogrammen „Soziale Stadt“ und „Städtebaulicher Denkmalschutz“ haben die Städte Ichenhausen, Krumbach und Leipheim sowie der Markt Ziemetshausen im 1. Halbjahr 2017 über 1,3 Millionen Euro erhalten. Kommunale Hochbaumaßnahmen wurden im gleichen Zeitraum in Jettingen-Scheppach, Krumbach und Offingen mit gut einer Million Euro gefördert. Dies teilen die heimischen Landtagsabgeordneten Alfred Sauter und Dr. Hans Reichhart (beide CSU) mit.

 

„Mit dem Programm ‚Soziale Stadt' wird ein wichtiger Beitrag für eine soziale Stadtentwicklung in Ichenhausen und Krumbach geleistet, die allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommt“, freut sich Alfred Sauter. „Die Kommunen werden bei der Herausforderung, sich an die demografischen, ökonomischen und ökologischen Veränderungen städtebaulich anpassen zu können, unterstützt. Damit stärken wir auch die soziale Stadtentwicklung und das soziale Miteinander.“
 
Die Stadt Ichenhausen erhält seit 2010 Zuschüsse aus dem Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ für die städtebauliche Sanierung der Altstadt. Bund und Freistaat stellten bisher über eine Million Euro Finanzhilfen zur Verfügung. Schwerpunkte in der Altstadt sind nach wie vor Gebäudesanierungen, die Aufwertung des Wohnumfeldes sowie kleinere Freiflächengestaltungen. „Mit den für 2017 vorgesehenen Finanzhilfen von 450.000 Euro soll die Neugestaltung der öffentlichen Freiflächen im ehemaligen ‚SKY-Areal‘ an der Günzburger Straße unterstützt werden“, erklärt Dr. Hans Reichhart. Auf dem Gelände wird derzeit eine neue Wohnanlage gebaut. Nach einem städtebaulichen Rahmenplan sollen heuer an zwei Standorten im nördlichen Altstadtbereich u.a. durch Entkernungen großzügigere Wohnverhältnisse geschaffen werden. Über das kommunale Förderprogramm werden auch weiterhin private Maßnahmen zur Aufwertung des Stadtbildes unterstützt. 
 
Die Stadt Krumbach setzt die Stadtsanierung in der Altstadt seit 2008 im Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ fort. Schwerpunkt der bisherigen Förderung waren Sanierungen stadtbildprägender Einzelgebäude und die Aufwertung innerstädtischer Freiflächen. Dafür erhielt die Stadt Krumbach von Bund und Land bisher über 2,7 Millionen Euro Finanzhilfen. „In diesem Jahr werden der Stadt 300.000 Euro zur Verfügung gestellt. Mit diesen Fördermitteln kann die Stadt Krumbach vor allem die Umgestaltung der zentralen Karl-Mantel-Straße angehen. Das Hürbener Wasserschloss, das an der Karl-Mantel-Straße liegt und in dem die Volksmusikberatungsstelle des Bezirks Schwaben untergebracht ist, soll einen öffentlich nutzbaren Vorplatz und eine neue Gartengestaltung erhalten“, so Alfred Sauter.
 
Das Bund-Länder-Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ liefert einen bedeutenden Beitrag zur Stärkung der Innenstädte. Durch Sanierung und Anpassung an eine zeitgemäße Folgenutzung bleiben die baukulturell in den Kommunen besonders herausragenden Gebäude in den historischen Stadtzentren für alle Bürger zugänglich. Die Anpassung des öffentlichen Raums an die Erfordernisse des demografischen Wandels unter Berücksichtigung und Wahrung des historischen Baubestandes bleibt auch künftig ein besonderer Schwerpunkt im Bereich der Städtebauförderung.
Dieses Jahr stellen Bund und Freistaat 120.000 Euro an Zuschüssen für Sanierungsmaßnahmen in der Leipheimer Innenstadt zur Verfügung. Damit werden weitere Maßnahmen zur Neugestaltung des Stadtmauerumfelds unterstützt. Auf Grundlage eines Planungswettbewerbes aus dem Jahr 2013 werden der ehemalige Stadtgraben unter Einbindung des Schlossparks und des alten Friedhofs zu einer attraktiven öffentlichen Freifläche  entwickelt. Im laufenden Jahr wird ein weiterer Abschnitt an der Wallgrabenstraße umgestaltet sowie die angrenzende Stadtmauer saniert. Daneben werden wieder private Sanierungsmaßnahmen über das Kommunale Programm unterstützt, die zur Aufwertung des historischen Stadtbildes beitragen. Die Stadt Leipheim möchte mit diesen Maßnahmen das bauliche Erbe sichern und die Attraktivität der Innenstadt weiter entwickeln.
 
Für die städtebauliche Sanierung erhält der Markt Ziemetshausen 480.000 Euro von Bund und Freistaat. Im Fokus steht die Neugestaltung der Platzfläche an der Bürgermeister-Haide-Straße. Nach einem städtebaulichen Wettbewerb für die Aufwertung der Ortsmitte wird hier ein „Neuer Marktplatz“ entstehen. Das Baudenkmal Taferne und zwei realisierte Neubauten rahmen damit künftig eine großzügige Platzfläche mit Bäumen, Brunnenanlage, Pavillon und Stellplätzen ein. Außerdem ist die Sanierung für den angrenzenden denkmalgeschützten Gasthof „Post“ in Vorbereitung. Auf Grundlage eines Nutzungskonzeptes wird das Anwesen später Vereinen und Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Mit den Zuschüssen der Städtebauförderung verfolgt der Markt Ziemetshausen weiterhin engagiert das Ziel, die Ortsmitte zu stärken und das bauliche Erbe der gemeinschaftlichen Nutzung zuzuführen.
 
Alfred Sauter und Dr. Hans Reichhart: „Über Jahrzehnte gewachsene Stadt- und Ortskerne sind Kostbarkeiten, die unsere Heimatorte einzigartig machen. Wir setzen uns daher nachhaltig dafür ein, dieses bauliche Erbe in Ehren zu halten und für künftige Generationen zu erhalten. Vor allem im ländlichen Raum wird mit den verschiedenen Programmen ein wertvoller Beitrag geleistet, um die regionalen Besonderheiten zu schützen und damit die Lebensqualität aller Menschen im Landkreis Günzburg zu steigern.“
 
Der Landkreis Günzburg sowie die Kommunen Jettingen-Scheppach, Krumbach und Offingen erhalten Zuweisungen nach Artikel 10 des Finanzausgleichsgesetzes (FAG) für kommunale Hochbaumaßnahmen in Höhe von insgesamt 1.095.000 Euro. Für die Generalsanierung der Sporthalle der Markgrafen-Realschule in Burgau und den Neubau einer Sporthalle für die Christoph-von-Schmid-Schule, Staatliche Realschule Thannhausen, erhält der Landkreis 331.000 Euro. Weitere 87.000 Euro werden für den Umbau der Christoph-von-Schmid-Schule, Staatliche Realschule Thannhausen, bereitgestellt.
 
Mit 160.000 unterstützt der Freistaat Bayern die Stadt Krumbach bei der Erweiterung der Kindertagesstätte „Maria Hilf“ um zwei Kindergartengruppen und bei der Generalsanierung der Freisportanlagen am Schul- und Sportzentrum Krumbach. Der Markt Jettingen-Scheppach erhält einen Baukostenzuschuss in Höhe von 117.000 Euro für die Generalsanierung des Hauses für Kinder „St. Martin“ Jettingen-Scheppach, der Markt Offingen kann sich über 400.000 Euro für den Ersatzneubau der Kindertagesstätte Offingen freuen.
 
„Der Freistaat unterstützt die Baumaßnahmen im Landkreis Günzburg in besonderer Weise und ist ein verlässlicher Partner. Die Durchführung möglichst vieler kommunaler Bauvorhaben fördert dabei auch unsere heimische Bauwirtschaft“, freut sich Alfred Sauter. „Die kommunale Hochbauförderung wird weiterhin auf außerordentlich hohem Niveau fortgeführt. Für die Kommunen ist diese Förderung des Freistaats ein wichtiger Baustein für eine ausgewogene Infrastruktur. Egal ob Neubau-, Umbau- oder Erweiterungsmaßnahmen – ohne diese zusätzlichen Mittel wären viele wichtige Projekte vor Ort nicht umsetzbar“, ergänzt Dr. Hans Reichhart.