Alfred Sauter und Dr. Hans Reichhart: „Berufliche Bildung weiter stärken!“

01.09.2017
© pixabay.com
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Günzburg/München(kr). Zum Ausbildungsstart im September beginnen in Bayern zahlreiche Jugendliche eine Berufsausbildung, doch es werden voraussichtlich auch weit über 15.000 Stellen unbesetzt bleiben. „Die Suche nach geeigneten Auszubildenden wird für kleine und mittelständische Betriebe in Bayern zusehends schwieriger“, so die beiden heimischen Landtagsabgeordneten Alfred Sauter und Dr. Hans Reichhart (beide CSU), die sich stetig für die Förderung der beruflichen Bildung einsetzen. „Wir möchten daher ein klares Signal für den hohen Stellenwert der beruflichen Bildung auf Augenhöhe mit der akademischen Ausbildung setzen. Bayern ist und bleibt Anwalt für gleichwertige Bildungsabschlüsse. Nur mit bester Qualifikation auf allen beruflichen Ebenen kann die Erfolgsgeschichte Bayerns in Zukunft fortgeschrieben werden“, so die Abgeordneten weiter.  

„Bei derzeit noch rund 19.000 Jugendlichen ohne Ausbildungsvertrag und noch rund 35.000 offenen Stellen wird das Ausmaß deutlich“, so Sauter. Für ihn und seinen Landtagskollegen Dr. Reichhart nehmen die Eltern der Jugendlichen eine wichtige Rolle bei der Wahl einer geeigneten Ausbildung ein.
 
„Wie wir Eltern noch gezielter in die Ausbildung ihrer Kinder miteinbeziehen können, haben wir in der CSU-Fraktion bereits vor zwei Jahren im Rahmen unserer Fachtagung ‚Wie finden wir die Fachkräfte für morgen?‘ diskutiert“, so Alfred Sauter. „Daher freuen wir uns, dass unser Projekt ‚Elternstolz‘ so gut angenommen wird, mit dem wir genau diesen Ansatz verfolgen“, so Sauter weiter. Laut einer aktuellen Umfrage bevorzugten 64 Prozent der Befragten eine Ausbildung, nachdem sie von „Elternstolz“ aufgeklärt wurden. 
 
Im Rahmen von „Elternstolz“ werden Eltern die Vorteile einer Berufsausbildung gegenüber einem Studium verdeutlicht. Staatsministerin Ilse Aigner unterstützt das Projekt mit Nachdruck und hat sich für eine Fortsetzung der Kampagne im Herbst eingesetzt. „Die aktuelle Umfrage zeigt klar, dass wir auf dem richtigen Weg sind und dass dieser Weg weiter beschritten werden muss. Wir sollten aber zusätzliche Möglichkeiten prüfen, um die Attraktivität der Ausbildung weiter hervorzuheben. Wirtschaft und Handwerk und nicht zuletzt die erfolgreichen Absolventen werden es uns danken“, so Dr. Hans Reichhart.
 
Jugendliche sollten dabei natürlich selbst entscheiden dürfen, welchen beruflichen Weg sie einschlagen. „Leider wird oft verkannt, dass die beruflichen Aussichten mit einer Berufsausbildung häufig besser als mit abgeschlossenem Studium sind“, so Dr. Reichhart. Deshalb setzten sich Sauter und Dr. Reichhart seit langem für eine Stärkung der dualen Berufsausbildung ein. Die beiden Abgeordneten begrüßen daher auch den „Pakt für Berufliche Bildung“, den sie schon lange gefordert hatten. Die Staatsregierung stärkt damit gemeinsam mit den bayerischen Wirtschaftsverbänden und der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit die berufliche Bildung im Freistaat und baut sie insbesondere im Bereich Digitalisierung weiter aus. „Kein Talent darf verloren gehen. Mit der dieser Vereinbarung machen wir die duale Ausbildung und Weiterbildung fit für die Digitalisierung. Denn der Pakt setzt einen entscheidenden Schwerpunkt auf das Megathema Digitalisierung“, freut sich Alfred Sauter.
  
Fundament des „Pakts für Berufliche Bildung“ sind erhebliche finanzielle Mittel. So werden unter anderem der Meisterbonus aufgestockt und Bildungseinrichtungen der Wirtschaft erneuert. Nur in diese beiden Initiativen werden im kommenden Jahr 27 Millionen investiert. Weiterhin wird die Unterrichtsversorgung an den beruflichen Schulen ausgebaut.  
 
Im bundesweiten Bildungsmonitor belegt Bayern unter anderem bei der beruflichen Bildung den 1. Platz. „Umso erfreulicher ist es, dass im Jahr 2015 mehr als 91 Prozent der Azubis ihre Lehre erfolgreich absolviert haben und der bayerischen Wirtschaft damit als bestens ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung stehen“, so Alfred Sauter abschließend.