Verkehrssituation am „Polizeiohr Günzburg“

07.09.2021

Der Günzburger Stadtrat Christian Neidl (CSU) hat sich vor kurzem bezüglich der Verkehrssituation am „Polizeiohr Günzburg“ mit dem heimischen Abgeordneten Alfred Sauter in Verbindung gesetzt. Eine Anfrage des Abgeordneten beim Staatlichen Bauamt Krumbach liefert Antworten.

Stadtrat Neidl thematisierte bei seinem Gespräch mit dem Abgeordneten Sauter folgende Problemsituationen:

Situation 1



Wenn die Fahrzeuge, von der Tulpenstraße kommend, die Kreuzung überqueren (grüner Pfeil), blockieren die Fahrzeuge, die von der Augsburger Straße links auf die St 2510 abbiegen, häufig die Kreuzung (rote Pfeile). Nach Überquerung der Kreuzung, kommt es des Öfteren zu einem Rückstau, da die nächste Ampel (auf Höhe Lindenallee) meist rot ist. Die Fahrzeuge (blauer Pfeil) stauen sich bis auf die Kreuzung zurück. 

Situation 2

Bei hohem Verkehrsaufkommen stauen sich die Fahrzeuge, die von der St 2510 in die Lindenallee abbiegen, stark nach hinten (schwarzer Pfeil). Die Fahrzeuge, die geradeaus fahren wollen, kommen nicht vorbei (hellblauer Pfeil). Es entsteht ein verlängerter Rückstau.

Das Staatliche Bauamt Krumbach hat mitgeteilt, dass die drei zusammenhängenden Ampeln am „Polizeiohr“ seit dem Neubau sehr genau beobachtet werden und eine Nachsteuerung bereits erfolgt ist. Die vernetzte „intelligente“ Ampelanlage reagiert grundsätzlich selbstständig auf verschiedene Verkehrsbelastungen bzw. Verkehrssituationen, aber nur in dem Rahmen, der ihr vorgegeben wird.

Unter anderem gibt es an der Kreuzung Augsburger-/Tulpenstraße die Vorgabe, Radfahrern und Fußgänger mehr Freigabezeiten einzuräumen. Dies ist ein von der Stadt Günzburg gewünschter, limitierender Faktor für den PKW-Verkehrsfluss, über den noch einmal gesprochen werden sollte.

Die drei Lichtsignalanlagen am „Polizeiohr“ sind so vernetzt, dass automatisch nachgesteuert wird, sobald eine Zufahrt überlastet ist. Ab einer gewissen Verkehrsbelastung sind Wartezeiten und auch kleinere Rückstaus allerdings nicht gänzlich vermeidbar. Ein Rückstau in die Kreuzung an der Augsburger Straße hinein sollte nach Aussage des Bauamts in der Regel aber nicht vorkommen. Das Staatliche Bauamt Krumbach wird die von Herrn Stadtrat Neidl geschilderte Rückstauproblematik noch einmal genauer prüfen und nach Möglichkeit nachjustieren.

Dass das Abbiegen in die Lindenallee (Situation 2) während der Hauptverkehrszeiten nicht optimal funktioniert, ist dem Bauamt bereits bekannt. Dies kann allerdings nur mit Abstrichen bei der Verkehrssicherheit verbessert werden, da dann der freie Linksabbieger in die Lindenallee entfallen müsste. Dieser wurde von der Verkehrsbehörde in Abstimmung mit der Unfallkommission gefordert, steht allerdings auch auf dem Prüfstand. Eine weitere Verbesserungsmöglichkeit wäre eine zusätzliche Fahrspur von der B16 hoch zur Augsburger Straße, so dass Geradeausfahrer und Linksabbieger in die Lindenallee entkoppelt würden. Auch dies wird derzeit erwogen, kommt allerdings frühestens 2023 in Frage, nach den aktuellen Baumaßnahmen sowie dem Neubau der B16 Bahnbrücke im nächsten Jahr.

Weiterhin ist zu beachten, dass derzeit auch die offizielle Umleitung der B16 Vollsperrung nördlich der Donaubrücke über das „Polizeiohr“ in Richtung Offingen und Gundelfingen führt, was für ein höheres Verkehrsaufkommen sorgt.

Alfred Sauter abschließend: „Die Verkehrslage am ´Polizeiohr´ hat sich seit der Fertigstellung des Umbaus im vergangenen Jahr insgesamt deutlich verbessert. Es ist zu begrüßen, dass sich das Staatliche Bauamt so intensiv um eine zusätzliche Optimierung der Verkehrssituation bemüht, damit Verkehrsfluss und Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer weiter erhöht werden können.“

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