Schnelles Internet: Breitbandausbau im Landkreis Günzburg schreitet weiter voran - Kritik an Telekommunikationsdienstleistern

01.09.2020
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Ob Homeoffice, Zoom-Meeting oder digitales Lernen – die Corona-Krise zeigt, wie wichtig schnelles Internet auch für private Haushalte und Schulen ist. Besonders erfreulich ist daher die hohe Versorgungsquote mit Breitband im Landkreis Günzburg und der beständige Ausbau dessen. Dies teilt der heimische Landtagsabgeordnete Alfred Sauter (CSU) mit.

Der Stellenwert und Nutzen der Digitalisierung wird in der aktuellen Pandemielage immer deutlicher. Da die persönlichen Kontakte auf ein notwendiges Minimum reduziert werden, erleben wir einen regelrechten Digitalisierungsschub, sowohl im beruflichen als auch im schulischen und privaten Alltag. Die Grundlage hierfür ist eine flächendeckende Versorgung mit schnellem und zuverlässigem Breitband-Internet. Beim Breitband-Ausbau ist Bayern seit 2014 führend, bereits 95% aller Haushalte sind mit schnellem Internet (mindestens 30 Megabit pro Sekunde) versorgt. Auch der ländliche Raum profitiert davon: Mit 87% Versorgungsquote ist Bayern hier Spitzenreiter in Deutschland.

Die neuesten Daten des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur zeigen, dass auch im vergangenen Jahr ein weiterer Ausbau im Landkreis Günzburg stattgefunden hat und damit die bereits überdurchschnittlich hohe Breitbandversorgungsquote im Landkreis weiter gesteigert werden konnte.

So stieg der Anteil der Haushalte im Landkreis, welche mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde versorgt werden, von 87% auf über 92%. Besonders stark war der Zuwachs in den Gemeinden Bubesheim (von 67% auf 93%), Kammeltal (67% auf 89%) und Thannhausen (69% auf 92%). Darüber hinaus konnten viele weitere Gemeinden zweistellige Zuwächse in der Versorgungsquote verzeichnen und in den Geschwindigkeiten unter 50 Megabit pro Sekunde (16 bzw. 30 Megabit pro Sekunde) herrscht nahezu überall im Landkreis eine Vollversorgung.

Auch im Vergleich mit den anderen schwäbischen Landkreisen findet sich Günzburg im vorderen Bereich wieder, was die Versorgung mit schnellem Internet angeht.

 In den Schulen hat die Corona-Krise für eine völlig neue Geschwindigkeit bei der Digitalisierung gesorgt. Schulen im Landkreis freuen sich über die zügige Auslieferung von mobilen Endgeräten, hohe Anbindungsgeschwindigkeiten bis zu 300 Megabit pro Sekunde und die stark zunehmende Versorgung mit W-LAN in den Klassen. Kritik üben Schulvertreter allerdings an den langwierigen bürokratischen Verfahren, um die entsprechende Technik zu beantragen. „Hier müssen wir nachbessern und zum Bürokratieabbau beitragen, um unsere Schülerinnen und Schüler weiterhin zügig mit der notwendigen Technologie auszustatten.“, so der Abgeordnete Sauter.

Aus den Kommunen ist Kritik an der technischen Umsetzung des Breitbandausbaus durch die Telekommunikationsdienstleister zu vernehmen. So würden diese aus Kostengründen weiterhin häufig veraltete Kupferkabel anstatt moderner Glasfaserkabel verlegen, die absehbar nach wenigen Jahren wieder ausgetauscht werden müssten. Auch die mangelnde Bereitschaft der Dienstleister, ihre Baumaßnahmen mit ohnehin anfallenden Straßensanierungen zu koordinieren, damit neue Beläge nicht nach kurzer Zeit erneut aufgerissen werden müssen, wird kritisiert. „Dies kommt nicht nur die Gemeinde teuer zu stehen, sondern sorgt auch für Unverständnis bei vielen Bürgern.“, so der Bürgermeister von Burtenbach Roland Kempfle.

Es steht der Vorwurf im Raum, die Telekommunikationsdienstleister würden an moderner Technik sparen und die Kosten für Sanierungen auf die Kommunen abwälzen. Der Abgeordnete Sauter sieht hierbei den Bundesgesetzgeber in der Pflicht, die Dienstleister zum Einbau von moderner Breitbandtechnik zu verpflichten.

„Es kann nicht angehen, dass den Kommunen bei der Digitalisierung seitens der Telekommunikationsdienstleister unnötig Steine in den Weg gelegt werden.“

Alfred Sauter zeigt sich über die positiven digitalen Entwicklungen im Landkreis Günzburg insgesamt erfreut: „Unser Landkreis konnte seine hervorragende Position beim Breitbandausbau behaupten und sogar weiter ausbauen. Das ist eine gute Nachricht für alle Bürgerinnen und Bürger, denn gerade in diesen Zeiten sind wir auf zügiges Internet besonders angewiesen.

Die Digitalisierung durch leistungsfähige Breitbandnetze ist nicht nur entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der Zukunft, sondern auch die Voraussetzung für gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land. Wir ruhen uns allerdings nicht auf dem bisher Erreichten aus, sondern bleiben dran: Der flächendeckende Gigabit-Ausbau bis 2025 ist unser erklärtes Ziel für den Freistaat Bayern.“