B 16, Ortsumfahrung Ichenhausen-Kötz: Entlastung der betroffenen Kommunen ist dringend geboten

18.06.2021

Die Planungen zur B 16 gehen weiter voran. Eine Entlastung der Ortsdurchfahren von Ichenhausen, Hochwang und Kötz ist dringend erforderlich. Dies teilt der heimische Landtagsabgeordnete Alfred Sauter mit.

Die Vorentwurfsunterlagen werden derzeit vom Staatlichen Bauamt Krumbach erstellt. Im Zuge der Erstellung des Vorentwurfs hat die Höhere Naturschutzbehörde die Prüfung der umfangreichen Unterlagen für die Ortsumfahrung Ichenhausen mittlerweile fast vollständig durchgeführt und wird dem Staatlichen Bauamt Krumbach spätestens in der nächsten Woche die Stellungnahme zuleiten.

Anschließend wird der Vorentwurf der Regierung von Schwaben, dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr sowie danach dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur zur Genehmigung vorgelegt. Sobald diese erfolgt ist, erstellt das Staatliche Bauamt Krumbach die Planfeststellungsunterlagen und beantragt anschließend das Planfeststellungsverfahren. Dieses endet mit dem Planfeststellungsbeschluss durch die Regierung von Schwaben. Damit ist die Trasse dann festgeschrieben. Gegen den Planfeststellungsbeschluss kann geklagt werden.

„Die derzeitige Ortsdurchfahrt bringt erhebliche Lärm- und Abgasbelastungen für die Anwohner mit sich. Staus und Behinderungen sind an der Tagesordnung. Durch die weiträumige Umfahrung werden die Anwohner spürbar entlastet“, so Alfred Sauter.

Die beiden hauptbetroffenen Kommunen Ichenhausen und Kötz haben sich klar für die Ortsumfahrung in der aktuell geplanten Form ausgesprochen und im vergangenen Jahr dazu entsprechende Beschlüsse gefasst.

Durch den Bau der Ortsumfahrung kann die Verkehrsmenge in den Ortsdurchfahrten von Ichenhausen, Hochwang und Kötz um ca. 50 bis 80 % gesenkt werden (im Vergleich zu den prognostizierten Zahlen bis zum Jahr 2030).

Die Belange der Einwohner von Ebersbach und Deubach wurden durch eine Absenkung der Trasse und eine Vergrößerung der Abstände berücksichtigt.

Die Gesamtkosten belaufen sich aktuell auf ca. 98,3 Mio. Euro. Die Kostensteigerungen im Vergleich zu früheren Schätzungen sind zurückzuführen auf die mittlerweile wesentlich detailliertere Planung, die genaueren Kenntnisse von Baugrund, Entwässerung und Ingenieurbauwerken sowie auf die ungleich stärkere Berücksichtigung naturschutzfachlicher Belange und die erheblichen Preissteigerungen im Straßen- und Ingenieurbau. Ins Gewicht fallen auch Ausgleichsmaßnahmen bedingt durch den straßenbaulichen Eingriff.

Nach derzeitiger Planung beträgt der Flächenbedarf für den Bau der Ortsumfahrung einschließlich Nebenflächen und Böschungen 54,5 ha. Durch die neue Straße (Fahrbahn, Bankette, Anschlussstellen) werden 20,5 ha in Anspruch genommen, 34 ha werden nicht versiegelt, sondern für Nebenflächen und Böschungen beansprucht.

Insgesamt werden 56,5 ha Ausgleichsflächen benötigt. Davon werden 39,5 ha durch produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahmen (PIK) umgesetzt. PIK-Maßnahmen werden, im Gegensatz zu klassischen Maßnahmen zur Aufwertung von Naturhaushalt und Landschaftsbild, in übliche landwirtschaftliche Produktions- und Betriebsabläufe integriert. Die Flächen bleiben dabei in land- bzw. forstwirtschaftlicher Nutzung. 

Alfred Sauter abschließend: „Der große Gesamtnutzen der Maßnahme zeigt sich durch die Nutzen-Kosten-Betrachtung zum Bundesverkehrswegeplan 2030. Bei dieser Betrachtung ergab sich ein Gesamtnutzen des Projekts von 801,6 Millionen Euro. Daraus resultiert ein Nutzen-Kosten-Verhältnis von 8. Dieses liegt somit immer noch deutlich über dem ausschlaggebenden Wert von 1.“

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