Schwaben ist Leitregion für moderne Pflege

03.09.2018

Rund 50 Krankenhäuser sowie 1.300 Hausärzte gewährleisten in Schwaben eine hochwertige und flächendeckende medizinische Versorgung. Das Durchschnittsalter der Hausärzte in Schwaben liegt bei 54 Jahren – und damit unter dem bayerischen Durchschnitt. Das Projekt CARE REGIO etabliert in Schwaben eine Leitregion für moderne Pflege. Ab September steht zusätzlich das neu eingeführte Landespflegegeld mit jährlich 1.000 Euro zur Entlastung pflegender Angehöriger bereit.

Wir setzen uns dafür ein, dass Altern in Würde erfolgt. Berufe im Bereich der Pflege sind äußerst anspruchsvoll und brauchen einen entsprechenden gesellschaftlichen Stellenwert. Wir setzen uns für bestmögliche Arbeitsbedingungen und angemessene Löhne ein. Mit dem Landespflegegeld unterstützen wir Pflegebedürftige und deren Angehörige mit zusätzlich 1.000 Euro pro Jahr. Denn Pflege findet vielfach im häuslichen Umfeld durch die Angehörigen statt.

Mit CARE REGIO wird in Schwaben eine Leitregion für eine moderne Pflege etabliert. Das Konzept mit einem Projektvolumen von 7,5 Millionen Euro sieht vor, Ideen und Technologien zu entwickeln, wie Pflegende und die zu Pflegenden mit neuen technisch-digitalen Systemen oder Prozessen unterstützt werden. Dabei soll die Zuwendung zum Menschen stärker in den Mittelpunkt rücken. Digitale Entlastungsmöglichkeiten sollen dazu beitragen, dass für die zu Pflegenden mehr Zeit zur Verfügung steht. Wir haben die Einrichtung des Zentrums „Digitale Pflege“ an der Hochschule Kempten durchgesetzt. Forschungsprojekte zur Digitalisierung in der Pflege dienen der Entlastung der Pflegekräfte, einer besseren Vernetzung und Information zwischen den Beteiligten sowie einer bestmöglichsten Stärkung der Selbstständigkeit von Pflegebedürftigen.

Unser Auftrag und Maßstab ist es, medizinische Versorgung für Schwaben auf Spitzenniveau sicherzustellen. Die dezentrale medizinische Versorgung durch Hausärzte, Fachärzte und Apotheken muss gerade auch im ländlichen Raum sichergestellt sein. Dies beinhaltet auch den Erhalt der Geburtsstationen und die Ausstattung von Kreißsälen. Zudem unterstützen wir gezielt unsere Hebammen. Die Krankenhausfinanzierung werden wir weiter verbessern. Bestehende Kliniken gilt es soweit wie möglich zu erhalten, um eine wohnortnahe Versorgung zu gewährleisten.

Die Weiterentwicklung des Zentralklinikums Augsburg zur Universitätsklinik ist ein Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft für die gesamte Region. Um einem drohenden Hausärztemangel entgegen zu wirken, ist die Errichtung eines Lehrstuhls für Allgemeinmedizin von größter Bedeutung. Wir haben uns erfolgreich dafür eingesetzt, dass Bayern eine Landarztquote einführen wird: Bis zu 5 % der Studienplätze sollen Studienbewerbern vorbehalten bleiben, die sich dazu verpflichten, später als Hausarzt in Regionen zu arbeiten, die bereits unterversorgt oder die von Unterversorgung bedroht sind. Darüber hinaus kann mit akademischen Lehrkrankenhäusern nach dem „Dillinger Modell“ für mehr medizinischen Nachwuchs in Schwaben gesorgt werden.

Teilen Sie diese Meldung