Ausbau B 16 zwischen Günzburg und Gundelfingen

07.01.2019

Der Ausbau der B 16 zwischen Günzburg und Gundelfingen wird im Rahmen eines Modellvorhabens umgesetzt. Ein Antrag auf Durchführung eines entsprechenden Pilotprojektes wird beim Bund gestellt, das Bayerische Bauministerium hat seine Zusage hierfür bereits erteilt.

Der oben erwähnte Abschnitt unterscheidet sich von anderen Strecken darin, dass keine naheliegende Ausweichstrecke vorhanden ist. Ein wechelseitiger dreispuriger Ausbau (sog. 2+1 System) hätte eine Klassifizierung des Abschnitts als Kraftfahrstraße zur Folge und wäre damit ausschließlich für Kraftfahrzeuge befahrbar, deren bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit 60 km/h überschreitet. Für alle anderen Fahrzeuge (insbesondere landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge) müssten links und rechts der Strecke Begleitwege mit einer Breite von jeweils 5,5 m geschaffen werden. Der Gesamtquerschnitt (Straße + Begleitwege) würde dann 26 m betragen.

Das Pilotprojekt zeigt einen neuen Lösungsweg, der sowohl eine Optimierung des Verkehrsflusses ermöglicht, als auch den Flächenverbrauch reduziert. Dieses Projekt soll nachweisen, dass die Abweichungen von den bisherigen Regelvorgaben sinnvoll sind und die Verkehrssicherheit nicht verringern.

Beim neuen Modellvorhaben wird der Streckenabschnitt zwischen Günzburg und Gundelfingen vierspurig („2+2“) ausgebaut, aber nicht als Kraftfahrstraße eingestuft. Somit ist der Abschnitt auch durch Fahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit, die weniger als 60 km/h beträgt, befahrbar. Daneben wird das allgemeine Tempolimit auf 100km/h festgesetzt. Ein weiterer Vorteil dieser Variante ist der niedrigere Flächenverbrauch im Vergleich zum wechelseitigen dreispurigen Ausbau mit Begleitwegen.

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