Sonderprogramm des Bundes für den Radwegebau

13.08.2021

Mit dem neuen Sonderprogramm „Stadt und Land“ unterstützt der Bund Länder und Kommunen beim Ausbau der staatlichen und kommunalen Radinfrastruktur. Im Landkreis Günzburg werden folgende Projekte gefördert: St 2024 Radweg nördlich von Unterknöringen, straßenbegleitender Radweg im Zuge des Ausbaus der Staatsstraße St 2019 von Deisenhausen nach Ingstetten. Beim Neubau eines straßenbegleitenden Radwegs auf der östlichen Seite der Staatsstraße St 2027 vom südlichen Ortsausgang Obergessertshausen bis zur Landkreisgrenze Unterallgäu ist die Anmeldung in Planung.

Bisher finanziert der Freistaat Radinfrastruktur an Staatsstraßen durch das aktuelle Radwegebauprogramm 2020-2024 und im Rahmen der Sonderbaulast nach Art. 13f Bayerisches Finanzausgleichsgesetz. Hinzu kommt nun die Möglichkeit einer Förderung für Maßnahmen an Staatsstraßen und für kommunale Maßnahmen durch das Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundes (bis zum Jahr 2023). Durch das Sonderprogramm wird der Neu-, Um- und Ausbau von u.a. eigenständigen Radwegen, Fahrradstraßen, Radwegebrücken, Radwegeunterführungen, Abstellanlagen und Fahrradparkhäusern gefördert. Planung und Bau der Radverkehrsinfrastruktur können mit mindestens 75 % der zuwendungsfähigen Kosten gefördert werden. Bei Vorlage von vollständigen Antragsunterlagen für baureife Projekte bis zum Ende des Jahres können bis zu 80 % der zuwendungsfähigen Kosten 

Der geplante Radweg nördlich von Unterknöringen an der St 2024 ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Burgau und der Gemeinde Rettenbach. Der Neubau eines straßenbegleitenden Radwegs soll auf 1,4 km Länge erfolgen, die voraussichtlichen Gesamtkosten betragen ca. 650.000 Euro, die Förderung durch den Bund beträgt ca. 520.000 Euro, der Freistaat übernimmt ca. 130.000 Euro. Die Zustimmung zum vorzeitigen Baubeginn wird demnächst erwartet. Mit dem Bau kann Ende 2021/Anfang 2022 begonnen werden.
Der Radweg soll östlich entlang der Staatsstraße St 2024 vom nördlichen Ortsausgang Unterknöringen bis zum Kreisverkehr GZ31/St2024 verlaufen, als Lückenschluss zwischen dem Ende des Geh- und Radwegs in Unterknöringen und dem derzeitigen Beginn des Geh- und Radwegs am Kreisverkehr GZ31/St2024.

Der für die Jahre 2022 und 2023 geplante 5,7 km lange straßenbegleitende Radweg im Zuge des Ausbaus der St 2019 von Deisenhausen nach Ingstetten wurde vom Bundesamt für Güterverkehr als zuständige Behörde für das Sonderprogramm bewilligt. Der Fördersatz beträgt 80 %, was einer Fördersumme von insgesamt 1,54 Millionen Euro entspricht. Die restliche Summe in Höhe von ca. 360.000 Euro wird vom Freistaat Bayern getragen.

Der geplante Neubau eines straßenbegleitenden Radwegs auf der östlichen Seite der Staatsstraße St 2027 vom südlichen Ortsausgang Obergessertshausen bis zur Landkreisgrenze Unterallgäu auf einer Länge von 1,5 km erfolgt in Abstimmung mit der Gemeinde Aichen sowie dem Bauamt Kempten und dem Landkreis Unterallgäu (bzgl. der Weiterführung über die Landkreisgrenze hinaus). Die voraussichtlichen Gesamtkosten betragen 750.000 Euro. Der Zuwendungsantrag wird derzeit vom Staatlichen Bauamt Krumbach erarbeitet, eine Einreichung ist ab dem 3. Quartal 2021 geplant. 

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