Digitales Gründerzentrum im Landkreis Günzburg

27.09.2018

Wirtschaftsminister Pschierer stellt Günzburg ein Digitales Gründerzentrum in Aussicht. Der Landkreis dürfte damit an Anziehungskraft für junge Unternehmen gewinnen – und die ortsansässigen Firmen von Synergieeffekten profitieren. Am kommenden Dienstag, 2. Oktober 2018 entscheidet darüber das Kabinett.

Günzburg. Schub für die Unternehmen vor Ort und Attraktivitätsfaktor für junge Gründer im Landkreis Günzburg: Die Vorzeichen für ein Digitales Gründerzentrum im Landkreis Günzburg stehen gut, signalisierte der Bayerische Staatsminister für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, Franz Josef Pschierer, dieser Tage gegenüber den Landtagsabgeordneten Alfred Sauter und Hans Reichhart. „Ich befürworte die Bewerbung des Landkreises Günzburg um ein Digitales Gründerzentrum“, sagt Pschierer, „und ich werde den Vorschlag in der Kabinettssitzung am kommenden Dienstag, 02.10.2018 dem Ministerrat unterbreiten.“ 

Landrat Hubert Hafner reichte für den Landkreis Günzburg auf Anregung der CSU-Kreistagsfraktion sowie der Landtagsabgeordneten Alfred Sauter und Hans Reichhart die Bewerbung ein. Ein Digitales Gründerzentrum vernetzt die vor Ort ansässigen Firmen mit jungen Start-Ups. „Als Startplattform für junge Unternehmen bietet das Gründerzentrum die Infrastruktur um Innovationen zu entwickeln und sich mit dem Know-How und der Erfahrung der ortsansässigen Unternehmen zu vernetzten“, sagt Abgeordneter Alfred Sauter. „Zudem können die heimischen Firmen von der Innovationskraft und Digitalaffinität der Start-Ups profitieren.“

Die Bewerbung des Landkreises sieht eine enge Zusammenarbeit des Digitalen Gründerzentrums mit dem Technologie Transfer Zentrum „Big Data basiertes Marketing“ vor, welches von der Bayerischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Marion Kiechle am 17. September 2018 in Günzburg bestätigt wurde. „Damit soll neben der Vernetzung der jungen und ortsansässigen Unternehmen auch die Anbindung an die Wissenschaft und Forschung sichergestellt werden“, sagt Landrat Hubert Hafner.

Zusätzliche Investitionen für den Landkreis
Gibt das Kabinett grünes Licht, könnten zusätzliche Investitionen in die Wirtschaftsregion Günzburg-Krumbach kommen. Im Landkreis Günzburg würde dann das Dritte Digitale Gründerzentrum in Schwaben entstehen. Die bisherigen Innovations-Clusters im Regierungsbezirk wurden mit rund 10 Mio. Euro von der Bayerischen Staatsregierung gefördert. In Augsburg bündelt ein Zentrum Forschung und Unternehmensgründung im Bereich „Internet of Things und IT-Security.“ In Kempten arbeitet das Gründerzentrum im Bereich „Digitaler Tourismus, Gamification und Fahrerassistenzsysteme.“

Zur Umsetzung der Strategie BAYERN DIGITAL investiert der Freistaat insgesamt mehr als 5,5 Mrd. Euro. „Davon alleine für die Jahre 2018 bis 2022 rund 3 Mrd. Euro“, sagt Finanzstaatssekretär Hans Reichhart. „Von den Einzelmaßnahmen des Masterplans sind rund 2/3 bereits in Umsetzung oder werden noch im Laufe dieses Jahres begonnen.“

Oberzentrum Günzburg-Leipheim hochattraktiv
Alfred Sauter räumt dem Landkreis Günzburg und insbesondere dem Oberzentrum Günzburg-Krumbach gute Chancen für den Zuschlag des Digitalen Gründerzentrums ein. Der Landkreis Günzburg sei ein starker Bestandteil in der Wirtschafts-Achse von Stuttgart über Ulm und Augsburg nach München. „Die Unternehmen weisen neben der wirtschaftlichen Strahlkraft, gemessen am Bruttoinlandsprodukt und den Arbeitsmarktzahlen, auch zunehmend eine hohe innovative Dynamik auf“, sagt Reichhart. Das sei für junge Gründer von großer Bedeutung. „Die tragende Säule der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit unserer Region sind die kleinen und mittelständischen Familienunternehmen“, sagt Sauter. „Das Digitale Gründerzentrum bringt die Zukunft mit dem starken Rückgrat unserer Wirtschaft zusammen.“

Zusammenarbeit mit der Hochschule Neu-Ulm
Das Digitale Gründerzentrum strebt eine enge Zusammenarbeit mit der Hochschule Neu-Ulm an. Wie in Augsburg und Kempten ist auch für den Landkreis Günzburg großer Wert darauf zu legen, dass eine fundierte wissenschaftliche Begleitung und Unterstützung erfolgt. Die hierfür erforderlichen Voraussetzungen befinden sich bereits in der Umsetzung.