Staatsstraßen im Landkreis Günzburg in deutlich besserem Zustand als im bayerischen Durchschnitt

11.02.2021

Die Staatsstraßen im Landkreis Günzburg befinden sich in einem weit überdurchschnittlich guten Zustand. Zudem besteht aktuell lediglich bei ca. 16% der Staatsstraßen absehbarer Sanierungsbedarf, 2015 waren es noch 20,5%. Dies teilt der Landtagsabgeordnete Alfred Sauter (CSU) mit.

Die aktuelle Zustandserfassung und –bewertung (ZEB) der bayerischen Staatsstraßen zeigt, dass sich die Staatsstraßen im Landkreis Günzburg in einem deutlich besseren Zustand befinden, als im bayernweiten Durchschnitt. So liegt in Bayern der Anteil der Staatsstraßen, welche den Schwellenwert zum zeitnahen Sanierungsbedarf überschreiten bei 36,3%. Im Landkreis Günzburg liegt dieser Wert lediglich bei ca. 16%. Zudem verbesserte sich der Zustand der Staatsstraßen im Landkreis in den vergangenen Jahren deutlich, denn bei der vorherigen Zustandserfassung im Jahr 2015 lag der Wert noch bei 20,5%.

Der heimische Abgeordnete Alfred Sauter zeigt sich über diese positive Entwicklung erfreut: „Der überdurchschnittlich gute Zustand der Staatsstraßen bei uns im Landkreis Günzburg ist eine gute Nachricht für alle Bürgerinnen und Bürger, denn weniger Sanierungsbedarf bedeutet auch weniger Baustellen und Verkehrsbehinderungen.

Gute und sichere Straßen sind eine Grundvoraussetzung für die Verkehrssicherheit und eine leistungsfähige Infrastruktur.“
Diese positive Entwicklung ist auch auf einen erhöhten Mitteleinsatz des Freistaats zurückzuführen. Im Jahr 2020 wurden insgesamt 350 Millionen Euro investiert, davon 200 Millionen Euro in die Erhaltung der Staatsstraßen.
Bei den Fahrbahnen basiert das Erhaltungsmanagement vor allem auf den Ergebnissen der im vierjährigen Turnus stattfindenden Zustandserfassung und -bewertung (ZEB). Hierbei wird der oberflächige Zustand der Fahrbahnen mit speziellen Messfahrzeugen erfasst und bewertet.
 
Die letzte Zustandserfassung und –bewertung (ZEB) 2019/2020 ergab, dass bei den Staatsstraßen in Bayern im Hinblick auf den Gebrauchswert, also für den Verkehrsteilnehmer wichtige Kriterien wie Griffigkeit und Ebenheit der Fahrbahn, über 90% der Strecken unproblematisch sind.
Bei den Bauwerken bilden die Ergebnisse der turnusmäßigen Bauwerksprüfungen die Grundlage für das Erhaltungsmanagement. Bei rund 65% der Bauwerke besteht in der nächsten Dekade kein wesentlicher Handlungsbedarf.
 
Im Jahr 2019 hat das Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr zeitgleich mit der ZEB in einem deutschlandweit einmaligen innovativen Pilotprojekt erstmals auch die Tragfähigkeit des gesamten rund 14.100 km langen Staatsstraßennetzes mit dem sogenannten „Traffic Speed Deflectometer“ (TSD) erfassen lassen. Hierbei wird die Tragfähigkeit der Fahrbahnen durch einen speziellen Sattelauflieger gemessen.
 
Aufbauend auf den ZEB- und TSD Ergebnissen sowie den Ergebnissen der Bauwerksprüfungen legt das Bauministerium die Erhaltungsstrategie fest. Die Staatlichen Bauämter erstellen dann das vierjährige „Koordinierte Erhaltungs- und Bauprogramm“ (KEB). Dieses umfasst die Erhaltungsprojekte, die in dem Zeitraum baulich realisiert werden sollen. Aus dem KEB werden die jährlichen Bauprogramme entwickelt.